Die beiden Leuchttürme, Oberste und Nederste Fyr, wurden 1898 von dem Bootsbauer und Spilmand Jens. Kr. Andersen errichtet. Sie wurden so angeordnet, dass die Lichter eine Linie bilden und die Boote beim Landen genau an der Mole vorbeifahren. Der Nederste Fyr stand früher auf einem Wagen, der nordwärts bewegt wurde, um dadurch die Boote besser am Strand zu verteilen. Später wurden die Glocke und die Kanone zur Sicherung der anlandenden Fischer aufgestellt.

Rettung in letzter Minute hieß es für die beiden Leuchttürme in Vorupør. Über Jahre wurden die Gebäude des Obersten – und des Nedersten Fyr nicht instandgehalten und befanden sich daher in einem sehr maroden Zustand. Durch einen vorausgegangenen Sturm, der u. a. den Signalmast und dessen Schuppen lädierte, setzte sich eine Gruppe von Ansässigen aus Vorupør zusammen. Sie beschlossen die „Wahrzeichen“ gründlich zu renovieren um diese für die Nachwelt zu erhalten. Das 150.000 DKK schwere Projekt wurde ausgeschrieben und die Gelder langsam durch Sponsoren* beschafft. Es wurden u. a. Anfragen an 4 Zimmermeistern gesendet, nur 2 davon hatten Angebote unterbreitet und den Zuschlag bekam die Firma JKA Byg v/Jens Kristian Andersen. Das amüsante daran ist, dass J. K. Andersen der Ururenkel von dem Bootsbauer ist und sogar seinen Namen trägt.

2006 wurden die Außenverkleidungen der Leuchttürme umfassend restauriert, wobei das „Innenleben“ nach wie vor in seinem ursprünglichen Zustand vorzufinden ist. Nur durch die Unterstützung der Sponsoren und der freiwilligen Helfer wurden die Leuchttürme, die Glocke, die Kanone, die Miene und der Signalmast in einen einwandfreien Zustand versetzt.

Die Glocke und die Kanone wurden bis Mitte der 50er Jahre benutzt. Um den Fischern bei Nebel den Weg zur Landung zu weisen, wurde die Glocke geläutet und die Kanone (aus dem Jahr 1864) abgefeuert.

Der ursprüngliche Signalmast wurde 1894 errichtet und 1946 durch den heutigen abgelöst. Er signalisierte den heimkommenden Fischern die Landungsbedingungen. Es wurden große Ballons gehisst, die folgendes signalisierten:

  • 1 Ballon – Vorsicht bei der Landung
  • 2 Ballons – sehr große Vorsicht bei der Landung
  • 3 Ballons – Landung war unmöglich, Boote sollten auf dem Meer bleiben oder nach Klitmøller oder Thyborøn ausweichen.

Ein gehisstes Dreieck bzw. eine rote Laterne am Mast zeigten an, dass das Rettungsboot draußen war, um die Boote sicher an Land zu bringen

*Die Sponsoren stehen auf einer Tafel an der Miene, wo man auch eine kleine oder große Spende für den Erhalt der „Wahrzeichen“ abgeben kann.