Trollstigen

Seit Jahrhunderten war der Pass über den Trollstigen eine wichtige Wander- und Handelspfad Verbindung, zwischen Sunnmøre und Romsdal.

Im Februar 1891 beschloss man einen Reitweg, von Alnesreset hinunter in das im Isterdalen liegende Knutsetra, anzulegen. 1905 begannen die Arbeiten und wurden 1913 beendet. Jedoch konnte er in den steilsten Abschnitten nur als Saumpfad ausgeführt werden. Der Ingenieur Nils Olaf Hovdenak, der den Reitweg plante, legte weiterreichende Pläne vor und trieb den Ausbau des Reitweges bzw. Saumpfades zu einem Fahrweg voran. Im Oktober 1916 gab das Arbeitsministerium die Freigabe für den Baubeginn des Straßenprojektes.

Der Trollstigvegen, auch einfach nur Trollstigen oder Stigen genannt, ist eine spektakuläre Gebirgsstraße, die sich über 11 Haarnadelkurven, an steil aufragenden Felswänden, den Berg hinauf schlängelt.

Jede Kurve trägt einen Namen, Namensgeber waren meist die Vorarbeiter der Arbeitstrupps, die verantwortlich für den Bau waren. Brandlisvingen, Grustaksvingen, Fivasvingen, Kjelstadsvingen,  Langdalsvingen, Uri Martin Svingen und die Bispesvingen. Thomas Aarønes war Bauleiter von 1916 bis zur Fertigstellung 1936. Amtsingenieur Nils Olaf Hovdenak war für die Planung und den Bau der Straße verantwortlich.

Die Straße wurde am 31. Juli 1936 von König Haakon VII eröffnet und auf den Namen „Trollstigvegen“ getauft.

Seit Juni 2012 zählt Trollstigen zu Nasjonale turistveger.

Der Trollstigen geschmückt mit dem 320 m Hohen Stigfossen, ist von schroffen, gewaltigen Bergmassiven umrahmt. Bispen (1462 m), Kongen (1614 m) und Dronninga (1544 m) liegen majestätisch im Westen. Stigbottshornet (1583 m) und Storgrovfjellet (1629 m) ragen im Osten empor. Der alte Saumpfad wurde wieder begehbar gemacht und dient heute als beliebter Wanderpfad.

Die Straße wird witterungsbedingt Ende Mai/Anfang Juni für den Verkehr freigegeben und bei Wintereinbruch, Ende Oktober/Anfang November, wieder geschlossen. Routen mit Wintersperre

Obwohl der Trollstigen schmal ist und Teils 9 % Steigung vorliegen, sorgen Ausweichbuchten für akzeptablen Gegenverkehr. Die Nutzung der Straße wurde auf Fahrzeuge mit einer max. Länge von 13,1 m beschränkt. Man sollte die Nerven behalten, wenn die „Touribusse“ entgegenkommen. Es ist genügend Platz vorhanden, auch wenn es nicht so aussieht. 😛 Immer daran denken: Vorsicht, Nachsicht, Rücksicht!

Oben im Hochtal erreicht man Stigrøra (858 m) dort befindet sich ein großer Parkplatz. Die Utsiktplattform bietet atemberaubende Blicke über die Straße und den Stigfossen. Das Trollstigen Kafè und das Straßenmuseum Trollstigen, welches aus der Zeit des Streckenbaus erzählt, laden ebenfalls zum Verweilen ein.

Tipp: Wegen der „Kreuzfahrer“ aus dem Geirangerfjord, die per Bus angekarrt werden, kann es tagsüber, zur Hauptsaison, äußerst voll werden. Ggf. diese Zeiten (11:00 – 17:00 Uhr) meiden.

 

Caution! Troll crossing

Die Berge um Trollstigen sind keine „gewöhnlichen“ Berge, sondern versteinerte Trolle.

Die Trolle hielten Hochzeit und feierten sehr ausgiebig. Vor lauter Trunk, Spaß und Tanz bemerkten sie den Sonnenaufgang nicht und erstarrten zu Stein.

Gipfel tragen daher die Namen: Trolltindan (Trollgipfel), Trollryggen (Trollrücken), Brura (Braut), Brudgommen (Bräutigam), Brurjentene (Brautjungfern), Trollparet (Trollpaar), Trollgubben (alter Troll), Trollklørne (Trollklauen)…

 

 

 

 

 

 

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